noch mehr WORK.LESS.POWER

Gesamtkunstwerk zum Tag der Arbeitslosen

Am 30.4.2011, dem „Tag der Arbeitslosen“ werden von Kunst- und Kulturschaffenden, NGO’s und AktivistInnen künstlerische und soziale Aktivitäten in öffentlichen Räumen von Graz realisiert.

Alle Aktionen setzen sich mit dem Thema Arbeit – Arbeitslosigkeit auseinander und machen vor allem auf die Situation und die Anliegen von arbeitslosen Menschen aufmerksam.

Das Programm, das auf verschiedenen öffentlichen Plätzen der Grazer Innenstadt (ab ca. 10 Uhr) stattfindet, ist äußerst vielfältig: Es reicht von interaktiven Veranstaltungen, wie dem „Blobben“, bei dem man im wahrsten Sinne des Wortes den Sprung in den ersten Arbeitsmarkt versuchen kann, über das Siebdruck-Projekt „stempeln gehen“ und die Klanginstallation „Glück auf Erden“ bis zum themenbezogenen Stadtrundgang. Verbindendes Element ist das bewährte Heer, das von einer schrägen Combo begleitet wird.

Als abschließender Akt finden sich alle AkteurInnen an einem zentralen öffentlichen Ort zu einer sichtbaren großen Tafel zusammen wo gegessen/getrunken und Erfahrungen ausgetauscht werden.

Den Hintergrund dieser Veranstaltung bildet die Tatsache, dass Erwerbsarbeitslosigkeit fixer Bestandteil vieler Erwerbsarbeitsbiografien ist. Dies ist nach wie vor ein gesellschaftlich tabuisiertes Phänomen, dem vielerorts mit Ausgrenzung und Stigmatisierung begegnet wird.

Erwerbsarbeitslose erleben ihr Schicksal sehr oft als individuelles Versagen. Gesellschafts- und wirtschaftspolitische Realitäten und Strukturen werden von ihnen und der Gesellschaft kaum wahrgenommen. Erwerbsarbeitslose Menschen haben keine Lobby, keine Interessenvertretung. Die thematische Auseinandersetzung in der breiten Öffentlichkeit findet kaum statt oder nur über die sogenannte individualisierte „Schuldhaftigkeit“ der Betroffenen.

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